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Ratgeber: Außenfassade prüfen vor dem Kauf eines Hauses

Posted Mai 4th, 2011 in Hauskauf-Tipps and tagged , by admin
Asbest in Aussenfassade

Bild: Asbest in Aussenfassade

Der Kauf eines Hauses stellt immer eine ganz besondere Situation im Leben eines Menschen dar. Schließlich werden mit dem Haus Hoffnungen und Wünsche für eine glückliche Zukunft, und eine dauerhafte Heimat verbunden. Damit es zu keinem bösen Erwachen kommt, sollte der Käufer unbedingt einen Blick hinter die Außenfassade werfen. Nicht selten verbergen sich hier unerwünschte Überraschungen wie zum Beispiel Asbestverkleidungen.

Asbestverkleidungen stellen ein gesundheitliches Risiko dar

Bei Immobilien die bis in die 1980 er Jahre erbaut wurden, war die Verwendung von Asbest haltigen Materialien bei der Gestaltung der Außenfassade üblich. Selbst wenn das Haus erst später erbaut wurde, war es bis 1991 offiziell erlaubt Asbestzementprodukte in der Außenfassade zu verbauen. Später wurde Asbest als Baustoff verboten, weil die krebserregenden Eigenschaften eindeutig nachgewiesen wurden.
Müssen die Asbestverkleidungen entfernt werden, müssen unbedingt Atemschutzmasken getragen werden. Das gilt sogar im Privatbereich.

Für die Entsorgung werden Bigpacks benötigt, die mit ca. 10 Euro je Stück zu Buche schlagen. Abgerechnet werden die Entsorgungskosten nach Kubikmeter. Je nach Gemeinde kann die Entsorgung von einem Kubikmeter Asbest bis zu 10 Euro Kosten. Da in den meisten Fällen auch noch ein Gerüst gestellt werden muss, ist mit 5 bis 6 Euro je Quadratmeter Rüstung zu rechnen. Wird mit einer Arbeitsbühne gearbeitet, fallen je Tag Miete Kosten von bis zu 160 Euro an. Wie eine Asbest-Miene so aussehen kann, ist auf diesen Fotos ersichtlich. Immerhin hat laut Rechtsfreund.at und Zunft-starke.de der Verkäufer bei Asbest eine Aufklärungspflicht.

Die Entscheidung für das richtige Eigenheim

Trägt sich jemand mit dem Gedanken ein Haus zukaufen und verfügt leider nicht über das notwendige Fachwissen um Baumängel zu erkennen, lohnt sich in jedem Fall die Einschaltung eines Sachverständigen. Aufgrund der Erfahrungen erkennt ein Fachmann oft schon auf den ersten Blick ob Fassaden mit Asbestverkleidungen versehen sind. Ist dies der Fall, können entstehende Kosten bei der notwendigen Sanierung vom Fachmann geschätzt werden, und die Entscheidung für oder gegen die Immobilie fällt leichter.

Obgleich die aktuelle Rechtsprechung durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes die Rechte der Käufer einer Immobilie gestärkt hat, muss es nicht zu einem Streit zwischen Käufer und Verkäufer kommen, wenn vorab ein Gutachten eingeholt wird. Sehr erfreulich ist es auch, wenn der Verkäufer entsprechende Nachweise zu den verwendeten Dämm- und Isolierstoffen vorlegen kann. Ob eine Dämmung bei einem Haus ausreichend und gut ist, lässt sich auch an der Heizkostenabrechnung erkennen.

Das Wichtigste über das ein Kaufinteressent verfügen muss, ist Zeit und Ausdauer bei der Suche nach dem passenden Objekt. Neben Kriterien wie Lage, Baujahr und Ausstattung, lohnt sich in jedem Fall ein Blick hinter die Kulissen. Beim Hausbau-Ratgeber sind auch noch andere Gifte beschrieben auf die geachtet werden sollte. Sogar in Uni-Bibliotheken ist Asbest vorhanden, wie man bei MaxIsStudent nachlesen kann.

[Bildquelle: Flickr.com / Wolfgang Staudt]

One Response so far.

  1. Jan Höffner sagt:

    Daß bis in die 90er wider besseren Wissens weiter Asbest verbaut wurde ist schon als kriminell zu bezeichnen. Erst mussten sich abertausende Menschen einem hohen Krebsrisiko ausetzen, bevor mal langsam ein Gestz auf den Weg gebracht wurde. Zum Glück gibt es heute nur noch wenig davon.
    Allerdings sind die Hausbesitzer nicht immer die Schnellsten, wenn es um die Beseitigung geht. Ein Bekannter von mir mußte erst drei Wochen lang in seinem Wohnzimmer Atemschutz tragen, ehe die Hausverwaltung eine qualifizierte Firma mit der Entfernung des Asbestes in seiner Wohnung beauftragte. Ein Zustand wie im Krieg, unfassbar.

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